Gefährdet ein Vitamin-D-Wert von 60 ng/ml meinen Kinderwunsch?

Die Antwort

Kein Grund zur Sorge bei einem optimalen Vitamin-D-Spiegel 

  • Dieser optimale Vitamin-D-Wert gefährdet nicht den Kinderwunsch. Im Gegenteil: Ein Vitamin-D-Spiegel von 60 ng/ml ist sogar vorteilhaft.
  • Dieser wirkt sich positiv auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau aus, während ein Vitamin-D-Mangel oft ein Grund für Kinderlosigkeit sein kann.
  • Die ungewollte Kinderlosigkeit lässt sich in vielen Fällen durch die hormonelle Mängel begründen. Vitamin D wirkt in seiner hormonaktiven Form entgegen.
  • Der Wert ist nicht zu hoch. Naturvölker haben tropische Werte bis 90 ng/ml. Diese erreichen einen solchen Wert durch die täglichen Sonne.

Die Einsicht

Ein Beispiel aus der Tierwelt:
Ein Forschungsexperiment an Hühnern im Jahre 1967 von Bärbel Karb kam zu folgendem Ergebnis:

  • Hühner legten bei einem Vitamin-D-Mangel keine Eier mehr. Die Zufuhr von Vitamin D führte wieder zu einer steigenden Rate von gelegten Eiern.
  • Der Mangel an Vitamin D bei Hennen führte im Experiment zu einer erhöhten Rate an Missbildungen bei Hühnerembryonen. Eine Vitamin-D-Gabe stoppte die Missbildung bei Hühnern.
  • Eine kurzzeitige Unterbrechung des Vitamin D-Entzugs in der Mangelgruppe führte zu einer prompten Absenkung der Missbildungsrate. Der fortgesetzte Mangel führte zu einem erneuten Anstieg der Missbildungsrate.
  • Es gibt einen biologischen Grund anzunehmen, dass ein Vitamin-D-Mangel beim Menschen ähnlich nachteilige Folgen entwickeln kann. Auch beim Menschen kann ein Vitamin-D-Mangel zu Unfruchtbarkeit und Problemen in der Schwangerschaft führen.

Fazit

  • Schon lange vor Beginn einer Schwangerschaft sollten sich junge Paare um eine gute Vitamin-D-Versorgung kümmern, als Prävention.
  • Der Vitamin D-Mangel steigert vermutlich die Rate der Missbildungen enorm.
  • Die Bestimmung des Vitamin D-Spiegels bei Schwangeren ist daher eine der wichtigsten Vorsorge-Untersuchungen, um eine Missbildung beim Kind zu verhindern.
  • Ein Vitamin-D-Mangel kann zu einer Risikoschwangerschaft führen. Risikoschwangerschaft und Vitamin-D-Mangel: eine bislang völlig ungenutzte Chance der Verhinderung von Folgeschäden.

Jede Schwangere sollte eine optimale Vitamin-D-Versorgung erhalten, um Mutter und Kind vor schweren Störungen zu bewahren.

Erfahrungsbericht:

Eine 35-jährigen Frau berichtet über den Eintritt der ersten Schwangerschaft:

Ich hatte zuvor ein hormonelles Ungleichgewicht im Körper. Unregelmäßige Menstruation, Schilddrüsenfunktionsstörungen, auch Probleme mit der Nebenschilddrüse wurden diagnostiziert. Dem Eintritt einer natürlichen Schwangerschaft stand eine hormonelle Schieflage entgegen. Wir entschieden uns für eine gezielte Hormonbehandlung beim Facharzt. Diese Hormonbehandlung war eine psychiche Belastung. Die Nebenwirkungen dieser Therapie waren nicht ohne: starke Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Übelkeit! Auch in der Schwangerschaft zeigten sich einige Probleme und die Geburt unserer Tochter bezeichnete ich als schwierig“. 

Wir planten ein zweites Kind im nächsten Jahr und dachten direkt wieder an eine Hormonbehandlung, da auf natürlichem Wege scheinbar keine Möglichkeit gegeben schien. Durch eine Bekannte erfuhr ich zeitgleich von den Erfolgen mit der Vitamin-D-Therapie bei unterschiedlichen Erkrankungen wie Müdigkeit, Mattigkeit, Antriebsschäche und Schmerzen, von denen ich seit langer Zeit geplagt war. Ich stimmte einer Behandlung mit Vitamin D zu, um meine gesundheitliche Situation zu stabilisieren. Eine Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels beim Arzt zeigte ein Ergebnis von nur noch 13,3 ng/ml. Ein Anstieg um 55 Punkte brachte den Vitamin-D-Spiegel auf 68,3 ng/ml.

Die Symptome der Abgeschlagenheit besserten sich deutlich innerhalb einer Woche, ich spürte wieder Kraft und Energie. Doch nicht nur das die Symptome meiner Erschöpfung verschwanden. Nach ca. 3 Monaten Vitamin-D-Therapie  gab es für uns dann eine zusätzliche Überraschung, mit der wir keinesfalls gerechnet hatten: Der Besuch beim Gynäkolgen zeigte: Es war ohne eine Hormonbehandlung eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege eingetreten. Eine Hormontherapie war somit diesesmal gar nicht mehr nötig. Nachdem die erste Schwangerschaft unserer Tochter nur durch die Strapazen einer Hormonbehandlung zu Stande gekommen war, freuten wir uns jetzt,  dass die zweite Schwangerschaft auf ganz natürlichem Wege entstanden war. Damit hatten wir gar nicht gerechnet.

Die Zeit der zweiten Schwangerschaft verlief wider Erwartend ohne Komplikationen und auch die Geburt verlief ohne Zwischenfälle. Ich brachte einen gesunden Sohn zu Welt, der sich gut entwickelte. Wir sind überglücklich und sehr dankbar. 

Die Redaktion bestätigt die Echtheit des Fallberichtes.

Mehr erfahren:

Missbildungen bei Hühnerembryonen als Folge einer Vitamin-D-Mangeldiät der Hennen (1967):
Aus dem Inhalt der Autorin Bärbel Karb
Referat zum Thema von Dr. Raimund von Helden

Vitamin D als Chance in der Schwangerschaft
Wirkkraft des Sonnenhormons auf Mann und Frau erfolgreich behandeln

Vitamin-D-Mangel bewirkt Unfruchtbarkeit
Argument 1

Simulator mit Babykurve (der Vitamin-D-Wert fürs Baby wird mit angezeigt)
Zum Vitamin-D-Simulator

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