Darf ich bei Sarkoidose Vitamin D einnehmen?

Die Antwort

„Ja, aber …“. Sarkoidose gehört in ärztliche Hände

Zuvor ein paar Informationen zu dieser Erkrankung: 

  • Die Sarkoidose ist eine seltene und rätselhafte Erkrankung unbekannter Ursache*, die eine Zeit lang aktiv sein kann und anschließend zu 97% ausheilt.
  • Eine Sarkoidose ist ein schweres Krankheitsbild mit Fieber, Abgeschlagenheit und anhaltender Arbeitsunfähigkeit.
  • Die Aktivität der Sarkoidose kann an einem speziellen Blutwert erkannt werden: ACE (= „Angiotensin-Converting-Enzyme“), gemessen im Serum des Blutes, übersteigt die obere Normgrenze.
  • Die bisherige Behandlung setzt auf Cortison und bedingt dadurch eine hohe Gefährdung durch Osteoporose, weil meist Vitamin D verboten wird. Doch es gibt ein besseres Konzept.

Was muss man bei der Sarkoidose bezüglich Vitamin D beachten?

  • Vitamin D kann bei der Sarkoidose durchaus in einzelnen Fällen gefährlich werden.
  • Eine Anwendung von Vitamin D bei einer aktiven Sarkoidose gehört daher in die Hand des Arztes, denn es sind regelmäßige Kontrollen von Calcium, Kreatinin und ACE erforderlich. Alles muss gut überwacht werden.
  • Durch ein „Einschleichen“ können die Vorteile des Vitamin D genutzt werden, ohne den Erkrankten zu schaden.
  • Immerhin ist die Versorgung mit Vitamin D ein Meschenrecht, das man nicht unterschlagen sollte: VitaminD30*
  • Ursache: Gibt es eine schlüssige Theorie über die Ursache der Sarkoidose? 
  • Ja, es gibt ein schlüssiges Konzept der Ursache.
  • Die EPOCA-Theorie: Endogenous Program Of Cancer Apoptosis.
  • Das vollständige Konzept wurde bereits wissenschaftlich veröffentlicht und erfolgreich angewendet.
  • Die EPOCA-Theorie ist in der Lage, alle Phänomene rund um die Sarkoidose zu logisch zu erklären und zeigt gleichzeitig den therapeutischen Ausweg.

Die Einsicht:

  • Vitamin D ist auch für alle Patienten mit einer Sarkoidose extrem wichtig, denn ein Mangel bedeutet nicht nur ein hohes Risiko für Osteoporose und Krebs, sondern verschleppt auch den Verlauf der Krankheit.
  • Die Aktivität der Sarkoidose kann man an einem angestiegenen Blutwert erkennen: das SERUM-ACE übersteigt die Normgrenze.
  • Eine Anwendung von Vitamin D bei einer aktiven Sarkoidose gehört in die Hand eines kundigen Arztes, denn es sind regelmäßige (wöchentliche) Kontrollen von Calcium, Kreatinin und ACE erforderlich. Therapeutisch ist eine niedrig dosierte Gabe von Cortison nötig sein.
  • Auch der Vitamin-D-Spiegel sollte regelmäßig kontrolliert werden und zunächst im Empfehlungsberich der grassroothealth Organisation bleiben. Die Empfehlung der Expertenkommission lautet: 40 – 60 ng/ml.
    __________________________________________

Ein Fallbericht aus der Praxis:

Ein 79 jähriger Patient litt unter folgenden Symptomen:

  • Erschöpfung, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Mattigkeit,
  • Infektanfälligkeit,
  • Heiserkeit mit anschließender sehr schwacher Stimme, Atemnot
  • sehr eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Vitalkapazität der Lunge 58%

Die Diagnose lautete: Sarkoidose an 4 Organen, histologisch gesichert

  • Haut,
  • Lunge,
  • Kehlkopf (Sarkoidose-Granulome / Verklebung der Stimmbänder),
  • Auge

Folgende Laborwerte waren erhöht:

  • ACE- Werte erhöht: 138 (Norm <64 U/l)
  • Monocyten 16,5 / 13,5 (Norm<11%)
  • Der Vitamin-D-Spiegel lag bei einem Wert von < 7 ng/ml, also „nicht mehr messbar“.

Vorsichtige Anhebung des Vitamin-D-Spiegels:

  • Es erfolgte zunächst erst einmal ein vorsichtiger Anstieg des Vitamin-D-Spiegels um + 30 Punkte.
  • Zum einem späteren Zeitpunkt gab es noch einmal eine Erhöhung auf einen Vitamin-D-Wert von 50 ng/ml

Der Patient berichtete über folgende Verbesserungen:

  • Es zeigte sich eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit,
  • die Müdigkeit und Erschöpfung war verschwunden
  • auch die Infektanfälligkeit war deutlich weniger geworden.

Deutliche Verbesserung der Laborwerte:

  • Der ACE- Wert war deutlich abgefallen von 138 auf einen Wert von 47
  • Auch die Monocyten waren wieder im Normalbereich mit 7,8

Erfreuliche Ergebnisse der Nachuntersuchungen:

  • Beim Hautarzt zeigte sich, das die auffälligen Hautflecken sich zurückgebildet hatten.
  • Die augenärztliche Kontrolle ergab: es war keine Sarkoidose am Auge mehr feststellbar.
  • Die Untersuchung beim HNO zeigte, das keine neuen Verklebungen mehr an den Stimmbändern festgestellt wurden.
  • Diese erfreuliche Ergebnisse zeigten sich auch nach 5 Jahren Nachuntersuchung noch.
  • Es gab auch keine Atemnot mehr und die Heiserkeit wurde immer weniger.
  • Der Patient hatte wieder eine normale Stimme.
  • Beeindruckend positiv war das Ergebnis der Nachuntersuchung von der Lunge. Die Vitalkapazität (1-Sekunden-Kap.) der Lunge zeigte jetzt wieder einen Wert von 85 % (zuvor 58 %).
  • Alle Nachsorgeuntersuchungen sowohl beim HNO-Arzt, bei Augenarzt, bei Hautarzt und auch der Befund der Lunge zeigten:
    kein Rückfall in die Sarkoidose unter fortgesetzter Gabe von Vitamin D mit tropischem Vitamin-D-Spiegel. Die o.g. behandelnden Ärzte waren erstaunt, über die positiven Befunde. Ein Arzt äußerte sogar: „Ein solch überzeugendes Ergebnis habe ich zuvor noch nie gesehen“.

Mehr erfahren:

Suchbegriff Sarkoidose
Ich habe eine Sarkoidose – darf ich Vitamin D nehmen?
Was ist die Ursache der Sarkoidose
Erfahrungsbericht: SARKOIDOSE an Haut, Auge, Stimmbänder und Lunge geheilt 
Das Phänom der Koexistenz von Krebs und Sarkoidose: 

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