Mein Calcium-Wert ist erhöht, ist das gefährlich?

Die Antwort

Ein leicht erhöhter Calciumwert ist kein Grund zur Sorge

  • Die oberen Grenzwerte für Calcium sind mit 2,60 mmol/l festgelegt. Darüberliegende Werte gelten oft schon als sehr besorgniserregend. Auf Grund der Unterversorgung mit Vitamin D in Deutschland ist die Verteilungskurve der Calciumwerte im Blut auf ein niedriges Niveau verschoben.
  • In sonnenreichen Ländern liegen die Grenzwerte in einem deutlich höheren Bereich zwischen 2,75 bis 3,00 mmol/l und gelten nicht als besorgniserregend.
  • Auch wenn im allgemeinen ein Wert von 2,60 mmol/l als Obergrenze zur Hypercalcämie (engl: Hypercalcemia) von unseren Laboratorien genannt wird, so werden Werte bis 2,75 mmol/l von vielen Instituten ebenfalls als normal angesehen.
  • Von einer Forschergruppe aus Paris wurde keine Gefahr gesehen, sofern Calcium unterhalb von 3,00 mmol/l bleibt. Somit gibt es keine relevanten Quellen, die im Bereich von 2,60 bis 3,00 mmol/l Calcium eine Gefahr beschreiben.

Die Einsicht

  • Nur  selten wird ein Wert außerhalb des Normwert-Bereiches gefunden, (etwa 1 von 500 Untersuchungen).
  • Ein erhöhter Wert bedeutet nicht zwangsläufig, dass man einen Vitamin-D-Mangel nicht ausgleichen dürfte.
  • Milchprodukte sollten reduziert werden, somit wird eine Überlastung mit Calcium vermieden. Es sollte ausreichend Wasser getrunken werden.
  • Die Magnesiumzufuhr sollte gesteigert werden, damit die Ballance zwischen Magnesium und Calcium erhalten bleibt. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis dieser beiden Mineralstoffe.

 

Video (1 min): Osteoporose ist keine Kalzium-Mangelerkrankung

Anmerkung:

  • Wichtig: Den Vitamin D-Spiegel normalisieren. Nicht von einem leicht erhöhten Calcium bis 2,99 mmol/l  irritieren lassen.
  • „Verkalkung“ ist eine typische Gefahr schlechter Vitamin-D-Spiegel.
  • Der Grund für eine gesteigerte Arteriosklerose bei schlechter Vitamin D-Versorgung liegt darin begründet, dass bei fehlendem aktiven Vitamin D (Calcitriol) die zerstörenden entzündlichen Prozesse an der Innenhaut der Gefäße nicht genügend gehemmt werden.
  • Die Einnahme von Vitamin K2 dient dem Schutz vor Gefäßerkrankungen und beugt somit auch einer Arteriosklerose vor.

Mehr erfahren:

Wo beginnt die Hypercalciämie?
Besteht bei der Blutuntersuchung ein erhöhter Calcium-Wert im Serum? (Hypercalciämie, auch HyperKalziämie)

Informationen zur Hypercalcämie

Ist Vitamin K2 nötig – wie viel soll ich einnehmen und wie oft?

Antwort nicht gefunden?

Hier kannst du nach Stichwörtern suchen, um weitere Fragen und Antworten zu finden.

Eigene Frage einreichen?

Hast du eine Frage zum Thema Vitamin D, die wir noch nicht beantwortet haben, dann kannst du über den Button deine Frage bei uns einreichen.

Das könnte dich auch interessieren:

Warum können sich Schmerzzustände in den Wintermonaten verstärken?

Warum können sich Schmerzzustände in den Wintermonaten verstärken?

In der dunklen Jahreszeit leiden viele Menschen unter Gelenk- und Kopfschmerzen, Erschöpfung und gedrückter Stimmung. Ein häufiger Grund: Vitamin-D-Mangel. Da der Körper im Winter kaum Vitamin D selbst bilden kann, sinkt der Spiegel oft deutlich – mit spürbaren Folgen für das Wohlbefinden. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Schmerzregulation und kann besonders bei Muskel-, Nerven-, Knochen- und Kopfschmerzen helfen.

mehr lesen
Was sind Cofaktoren (Kofaktoren) – Welche wichtigen Cofaktoren benötigt Vitamin D?

Was sind Cofaktoren (Kofaktoren) – Welche wichtigen Cofaktoren benötigt Vitamin D?

Ein Cofaktor (Kofaktor) ist ein wichtiger Helferstoff, den viele Enzyme benötigen, um richtig zu funktionieren. Er sorgt dafür, dass chemische Reaktionen im Körper effizient und zuverlässig ablaufen.
Ohne Cofaktoren arbeiten Enzyme nur eingeschränkt oder gar nicht, wodurch wichtige Stoffwechselprozesse gestört werden können.
Magnesium ist so ein solch essentieller Cofaktor für Vitamin D.

mehr lesen
Welche 13 überzeugenden Vorteile zeigt Vitamin D bei Brustkrebs?

Welche 13 überzeugenden Vorteile zeigt Vitamin D bei Brustkrebs?

Vitamin D – ein unterschätzter Verbündeter im Kampf gegen Brustkrebs
Aktuelle Forschung zeigt: Ein guter Vitamin-D-Spiegel kann bei Krebs sehr viel positives bewirken. Er bremst das Tumorwachstum, senkt das Risiko für Metastasen und Rückfälle, unterstützt das Immunsystem und verbessert die Wirkung von Chemo- und Strahlentherapie. Auch Nebenwirkungen wie Knochenschmerzen und Erschöpfung können reduziert werden.

mehr lesen

Eigene Frage zu Vitamin D

Antwort per E-Mail erhalten

1 + 3 =