Warum sind Babys immer noch Rachitis gefährdet?

Die Antwort

Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen haben

Eine Studie von Prof. Dr. Clemens Kunz aus dem Jahre 2011 / Gießen sagt Folgendes aus:

90 Prozent aller Schwangeren haben einen schweren Vitamin-D-Mangel mit Werten unter 20 ng/ml.

Dieser eklatante Mangel wirkt sich natürlich auf das werdende Kind aus.

Beträgt der Vitamin-D-Spiegel der Mutter ca. 20 ng/ml, liegt der Wert des Babys gerade einmal bei 13 ng/ml (zu überprüfen mit dem Vitamin-D-Simulator® / Babykurve).
Sogar 97 Prozent der Babys sind von diesem Mangel betroffen. Deutschland ist, was den Vitamin-D-Mangel anbelangt, ein absolutes Entwicklungsland. Diese Mangelversorgung kann schwerwiegende Schwangerschaftkomplikationen und erhebliche gesundheitliche Schäden mit sich bringen. Die bitteren Folgen einer Unterversorgung mit Vitamin D in der Schwangerschaft können erhöhte Risiken zu folgenden Komplikationen oder Krankheiten sein.

  • EFehlgeburten
  • EFrühgeburten
  • ENiedriges Geburtsgewicht
  • EKaiserschnittentbindungen
  • EPräeklamspie (Schwangerschaftsvergiftung, Gestose)
  • EDiabetes
  • EAutismus
  • EHerzfehler
  • EUnreife Lungen
  • EEine zu weite Fontanelle
  • EADHS
  • EAsthma
  • EKeuchhusten
  • EAtemwegsinfektionen
  • ESprachentwicklungsverzögerungen
  • ESkoliose
  • EHüftgelenks-Dysplasie
  • EMotorische Entwicklungsstörungen
  • ESchlechte Zähne und ein später Durchbruch
  • EKnochenkrankheiten (insbesondere Rachitis)

Unerkannte Rachitis

Eine ganz erhebliche Folge des Vitamin-D-Mangels in der Schwangerschaft sind Babys mit unerkannter Rachitis. Eine historisch bekannte Erkrankung, zu der es ein über 100 Jahre altes und fundiertes medizinisches Wissen gibt. Es geht zurück in das Jahr 1885. Das Rachitis-Wissen ist somit seit 137 Jahren bekannt. Bereits 16 Jahre vor der Entdeckung der Röntgenstrahlen beschrieb Dr. M. Kassowitz die 4 Grade der Rachitis in seinem Buch:
Erkrankungen des Knochensystems bei Rachitis.

Leider ist diese Erkrankung nicht mehr in allen Köpfen der Ärzte präsent.
Die Folge: Eine Rachitis wird fehldiagnostiziert.

Es gibt zahlreiche Schwächen und Fehler in der Diagnostik. Wirklich aussagekräftige Untersuchungen und gezielte Laborwerte fehlen meistens.
Eine Labordiagnostik hingegen dient als sicherer Nachweis für die Klärung von Rachitis.

Hierzu zählen:

  • Vitamin D
  • Calcium
  • AP-Werte (alkalische Phosphatase)
  • Parathormon

Zusätzlich sollte auch Vitamin C gegeben werden, denn es ist für die collagenen Fasern im Knochen wichtig. Magnesium als Cofaktor und Vitamin K2 zum Knochenschutz.

In den meisten Fällen werden hier leider keine Laborwerte ermittelt und somit kann eine gezielte Diagnose und Behandlung nicht erfolgen.

Tragisch:
Wird diese schwere Knochenkrankheit nicht erkannt, können Folgen für Eltern und Kinder entstehen, die nicht wieder gut zu machen sind.

Babys wurden in Unkenntnis dieser vergessenen Krankheit ihren Eltern entrissen, in die Obhut des Jugendamtes genommen und in eine Pflegefamilie vermittelt (siehe auch: Justizopfer)

Die Einsicht

Ein ganz elementarer Bestandteil der Schwangeren-Versorgung muss in einer entsprechenden Vitamin-D-Supplementierung vor und in der Schwangerschaft bestehen. Hier ist das größte Defizit zu beklagen. Vitamin-D-Mangel ist teratogen, d.h. Vitamin-D-Mangel kann Fehlbildungen bewirken und somit das Baby schädigen.

Bei ca. 60 Prozent der Missbildungen sind die Ursachen angeblich „nicht bekannt“. Nachdenklich werden muss man, wenn auch 60 % der Schwangeren einen Vitamin-D-Mangel haben! Die Fachwelt weigert sich größtenteils, hier auf eine normale Versorgung zu achten. Die Multivitaminpillen für extreme Preise können die Lücke in der Versorgung nicht schließen.

Eine systematische Diagnostik ist überfällig!

Zahlreiche US-amerikanische Vitamin-D-Forscher, hierunter Prof. Dr. Michael Holick, Prof. Bruce Hollis, Dr. Wiliam Grant und Carol Wagener betonten die dringende Notwendigkeit von Vitamin D in der Schwangerschaft.

Die Empfehlung der Experten:
Mindestens 4000 IE, besser 6400 IE sind ohne Gefahr und von großem Vorteil.

Wir empfehlen die Steuerung mit dem Vitamin-D-Simulator.

Werden die schwangeren Frauen nicht mit Vitamin D versorgt, kann es neben den oben genannten Erkrankungen zu einer schweren Knochenerkrankung – Rachitis beim Baby – kommen, was wieder deutlich häufiger anzutreffen ist. Diese Knochenerkrankung ist gekennzeichnet durch Knochenerweichung und Knochenverformung.

Röntgenbilder zur Rachitis gab es schon im Jahre 1910. Im Buch: „Die Rachitis im Röntgenbild“ von Prof. Dr. Eugen Fraenkel und Dr. Alexander Lorey, sowie Rachitis und Osteomalacie von Friedrich von Recklinghausen finden sich die Beweise.

Folgende körperlichen und psychischen Faktoren müssen eine Berücksichtigung finden bei der Beurteilung einer Rachitis:

  • Keine Gewaltanwendung oder psychische Auffälligkeit in der Familie
  • Keine Vernachlässigung des Kindes
  • Keine Hämatome oder Hautverletzung als Zeichen äußerer Gewalt
  • Die Eltern veranlassen selbst eine medizinische Abklärung
  • Die Eltern ertragen Demütigung durch das Verfahren voller Vertrauen auf die juristische Wahrheitsfindung.

Der Vitamin-D-Experte Prof. Dr. Michael Hollick aus Boston (weit über 400 Vitamin-D-Publikationen) erkannte, dass in manchen Fällen der Kindesmisshandlung ein zu Grunde liegender Knochenschaden durch Rachitis die wahre Ursache ist. Es gibt 68 wissenschaftliche Beiträge unter PubMed.gov zum Thema „Child abuse rickets“.

Video: 7 Säuglinge und ihre Eltern wurden zum Justizopfer

Würden die oben genannten Kriterien Berücksichtigung finden bei der Beurteilung, wären die Rachitis-Tragödien längst Vergangenheit.

Doch leider sieht die Realität anders aus. Dieser sehr schwere Vitamin-D-Mangel führte in einigen Familien zu extrem schweren Lebenssituationen. Ein Teufelskreis entsteht.

Dieses traurige Thema schafft großes Leid in den Familien, was dieses Video verdeutlicht.

Erfahrungsbericht:

Hier der Bericht eines betroffenen Vaters, der nicht nur seine krebskranke Frau verloren hat, sondern dem durch das Jugendamt auch noch das gemeinsame Kind weggenommen worden ist – auf Grund von Knochenbrüchen im Babyalter.

Während der Schwangerschaft im Herbst 2016 erhält Frau B. die bittere Diagnose: Brustkrebs. Der behandelnde Professor verordnete die Therapien mit der Aussage: „Eine Chemotherapie schadet dem Baby grundsätzlich nicht“. Obwohl die schweren Nebenwirkungen einer Chemotherapie auf die Knochen bekannt sind, behauptete er fest: „Keine Schwangere soll zur Chemotherapie Nein sagen,“. Der Professor schaute nicht einmal nach dem Vitamin-D-Spiegel der Schwangeren. Die schwer erkrankte Frau unterzog sich im letzten Drittel der Schwangerschaft der empfohlenen Chemotherapie. Im März 2017 wird Tochter Lotta geboren. Schon wenige Wochen nach der Geburt des Kindes zeigt sich bei der Kleinen eine Schwellung am Oberschenkel. Die Familie lässt dies in einer Klinik abklären. Eine Röntgenuntersuchung ergibt: „multiple Knochenfrakturen“.

Im Mai wurde die Kleine durch das Jugendamt in Obhut genommen auf Grund einer mutmaßlichen Kindeswohlgefährdung: Sofortmaßnahme Kindesentzug, wegen Kindesmisshandlung. Lotta wird in eine Pflegefamilie gegeben, dem alleinerziehenden Vater gewährte man ein einmal wöchentliches Besuchsrecht.

Von den Ärzten verleugnet, vom Jugendamt entrissen und von der Justiz verurteilt, zerbrach der Lebensweg einer einst glücklichen Familie durch diese „ungerechte Verhaftung“. Die Familie stand mit dem Urteil vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens: Die unheilbare Krankheit der Mutter, das entrissene Kind. Mit einem Mal eine zerstörte Familie. Herr B. fand keinerlei Unterstützung bei den betreffenden Institutionen, lediglich Verurteilung. Diese Extremsituation war nur zu bewältigen durch sehr gute Unterstützung im familiären Verbund.

Unschuldig angeklagt gab es jetzt 2 Möglichkeiten für den Kindesvater: Resignation oder Kampf um sein Kind. In aller trüben Hoffnungslosigkeit erwachte sein angeborener Kampfgeist. Er ließ nichts unversucht und begann eifrig zu recherchieren. Durch einen glücklichen Zufall stieß der betroffene Vater auf das Video von Dr. Raimund von Helden: 7 Säuglinge und ihre Eltern wurden zum Justiz-Opfer. In diesen Video spürte der Vater deutliche Parallelen zu seiner eigenen Familiengeschichte. Er fühlte die große Ungerechtigkeit der oberen Instanzen, für die es keine Worte gab. Er spürte aber auch zum ersten Mal wieder Hoffnung und Verständnis, denn alles was er an Informationen im Video gehört hatte, traf auch auf seine Lebenssituation zu.

Herr B. recherchierte weiter über Rachitis. Jede Information wurde gelesen, gesammelt, zusammengetragen und abgeheftet. Ein sogenanntes Selbststudium wurde absolviert. Ein Aktenberg mit Lesestoff zum Krankheitsbild der Rachitis, zur Krankheitsgeschichte seiner kleinen Tochter. „Es war wie ein Puzzle, dass sich Teil für Teil zusammenfügte und ein fertiges Bild ergab, so beschrieb es der Betroffene. „Nach und nach wurde mir immer klarer, was die wahren Gründe für die Knochenbrüche unserer Tochter waren. Durch das Video „Justiz-Opfer“, habe ich den Grund gefunden für die Erkrankung meines eigenen Kindes.“
Der schwer getroffene Vater nahm Kontakt auf zu Dr. Raimund von Helden, der in seiner Funktion als Gutachter die Fehler der unerkannten Rachitis in einem ausführlichen Gegengutachten zusammentrug. Diese Fakten über Rachitis wurden vor Gericht nicht gewürdigt.

Die Entscheidung der Richter fiel zum Nachteil der betroffenen Familie aus. Der Beschluss des Gerichtes: „Lotta wird den Eltern nicht mehr zurückgegeben.“ Den sorgenberechtigten Eltern wurde mit dieser Entscheidung sämtliche Rechte am eigenen Kind entzogen. Ärzte, Jugendamt und Richter sprachen ihr Urteil gegen die wehrlose Familie. Ein letzter Hoffnungsschimmer zerbrach, ein weiterer Abgrund, der zur Zerrissenheit führte.

Zeitgleich schritt die schwere Erkrankung der Mutter voran. Die Trennung von der geliebten Tochter wurde für sie zu einem bösen Albtraum. Die Hoffnung einer Heilung ihrer eigenen Erkrankung schwand zunehmend. Der schwer getroffene Vater äußerte: „Die große psychische Belastung hat die gesundheitliche Situation meiner Frau deutlich verschlimmert. Sie hatte keine Kraft mehr für ihren eigenen Kampf.“ Der schwere Gesundheitszustand der Mutter spitzte sich weiter zu. Ihre Kräfte ließen immer mehr nach. Sie verstarb im Mai 2018 an ihrem schweren Krebsleiden. Jetzt hatte der Ehemann und Vater gleich zwei geliebte Menschen an seiner Seite verloren. Ein extrem schmerzhaftes Schicksal. Doch trotz aller Trauer und allen Schmerzes gab der Familienvater immer noch nicht auf. Es gab keine Schuld in seiner Familie an den Knochenbrüchen seiner Tochter. Es musste doch irgendeine Gerechtigkeit geben.

Und die gab es. Nach einem langen Kampf für das eigene Kind und großem Mut und Durchhaltevermögen. Alles nahm ein gutes Ende, denn nach 2 harten Jahren an der Belastungsgrenze hatte der Vater den Kampf um seine geliebte Tochter gewonnen. Die Tochter kehrte zurück in die Obhut des Vaters.

Im persönlichen Gespräch mit diesem mutigen und unermüdlich kämpfenden Vater äußerte dieser voller Dankbarkeit und Hoffnung die berührenden Worte:
„Die wichtige frühkindliche Bindungsphase dauert 3 Jahre. Wenn Lotta wieder bei uns ist, habe ich noch genau ein Jahr Zeit, um diese wichtige Phase zu intensivieren, um der Kleinen beizustehen und ihr das zu geben, was sie braucht.“

Anmerkung der Redaktion: Die Echtheit dieses Berichtes ist durch persönliche Kenntnis bestätigt.

Mehr erfahren:

„Ich will mein Baby wiederhaben!“
Vitamin-D-Mangel erzeugt Justizopfer

Hier der vollständige Bericht vom Kongress:
Tatort Schwangerschaft

Alles zum Thema Rachitis:
Jetzt informieren

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Vitamin-D-Spiegels durchspielen:
VitaminDSimulator.de

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