Muss ich wegen möglicher Blockade des Vitamin D-Rezeptors auch das aktive Vitamin D messen?

Die Antwort

Die Blockade des Vitamin-D-Rezeptors ist nicht messbar 

  • Es handelt sich um einen Vorgang im Zellkern:
  • die DNA-regulierenden Moleküle haben den Einfluß „down“ oder „up“
  • Die Höhe des aktiven Vitamin D im Verhältnis zum passiven Vitamin-D-Spiegel wird fälschlich als Maß für die Blockade genannt.
  • Dieses Zahlenverhältnis* (s.u.) reflektiert nur die momentane Anstrengung des Körpers, den Calcium-Spiegel zu erhöhen.

Weil das aktive Vitamin D im Laufe des Tages wie eine Achterbahn steigt und fällt, ist auch das Verhältnis ( aktiv : passiv ) nur ein Abbild der Tagesereignisse.

Das passive Vitamin D (= Vitamin-D-Spiegel) schwankt im Tagesverlauf nur um wenige Punkte.

Definition:

Die Weichenstellung des Schicksals: der Vitamin-D-Rezeptor

Die Einsicht:

  • Die Bestimmung des aktiven Vitamin D zeigt, wie sehr der Körper sich im Augenblick für den normalen Calcium-Spiegel anstrengen muss.
  • Es steht jedem frei, durch die Investition von etwa 30 Euro bei einem Arztbesuch diesen Wert in Auftrag zu geben.
  • Die Bestimmung scheitert jedoch oft schon an der Notwendigkeit, das zentrifugierte Serum gefroren in einer Kühlkette zu versenden.
  • Ein aktives Vitamin D, das jetzt im Moment 40 pg/ml beträgt kann nach einigen Minuten Sport mit kaltem Duschen schon 80 pg/ml hoch sein: Mit einer Aussage über die „Blockade“ des Rezeptors hat dies nichts zu tun,.

Die Logik des aktiven Vitamin D ist leicht verständlich in unserem Taschenbuch dargestellt: Gesund mit der Kraft der Natur

Mehr erfahren:

* „Zahlenverhältnis“ – mit eingebautem Fehler

Man sieht verschiedentlich dass ein „Quotient“ gebildet wird = aktives Vitamin D : passives Vitamin D. Der Fehler in dieser Berechnung wird im Beispiel hier dargestellt. Beispiel mit typischen Tageswerten:

  • aktives    Vitamin D = 1,25 Vitamin D3 = 80 pg/ml (picogramm)
  • passives Vitamin D =   25 Vitamin D3 = 40 ng/ml (nanogramm)
  • 80 pg/ml / 40 ng/ml = 0,008 ng/ml / 40 ng/ml = 0,0002 

Tatsächlich liegt das Verhältnis von aktiv zu passiv in der Größenordnung von etwa 1:1000

Um die Angelegenheit mit dem „Verhältnis“ jedoch handlich zu machen, wird dieser Unterschied weggezaubert, indem zuvor „pg“ und „ng“ gleichgesetzt wird So ergibt es fernab der wissenschaftlichen Realität ein angebliches „Verhältnis von 2“.

Dieser faule Zauber mit einem falschen Quotienten hat diese Folgen:

  • erhöhte Laborkosten
  • Vortäuschung von einer besonderen Kompetenz
  • Notwendigkeit von wiederholten Untersuchungen zur Verlaufskontrolle
  • Patienten verlieren ihren Zugang zu einer unkomplizierten Selbstversorgung

Geldbesitz verdeutlicht den Begriff „Verhältnis“

Das aktive Vitamin D ist wie Geld, das ausgegeben wird und somit den Geldbeutel verlässt.

aktives Vitamin D = das Geld, das in die Hand genommen wird, um es ausgeben
passives Vitamin D= das Geld, das im Geldbeutel ist
blockierter Rezeptor = Ein Kaffee-Automat nimmt die Münzen nicht an

Beispiel:

  • Am Morgen geht man mit 5000 Euro im Geldbeutel aus dem Haus. 
  • Der erste Kaffee-Automat nimmt das Geld, funktioniert aber nicht.
  • Man verliert das Geld und geht weiter.
  • Man kauft sich an einem anderen Automaten einen Kaffee zu 5 Euro.

Der Aufwand für den Kaffee:

-Man benötigt ein Tausendstel des Bar-Vermögens, um den Kaffee zu bezahlen. Das demonstriert das Verhältnis zwischen aktivem und passiven Vitamin D (a/p), nämlich: 1 zu Tausend. Auch wenn sich das im Laufe des Tages dreimal wiederholt, sinkt das Vermögen nur um 15 Euro auf 4985 Euro ab.

Kann uns das angeblich so bedeutsame Verhältnis „aktiv : passiv“ irgendeine Informationen über „blockierte Automaten“ geben? Nach dem ersten Kauf ist das Verhältnis von Kaffee-Geld zu Geldbestand:  1 /5000 = ein Tausendstel. Würde man 2 Kaffee  trinken: 10 Euro zu 5000 = 10/5000 = zwei Tausendstel

  • Das aktive Vitamin D ist nicht geeignet, irgendetwas darüber auszusagen, ob Automaten funktionieren oder nicht. 
  • Der Gedanke, dass  besonders viel „Geld in der Hand“ auf defekte Automaten hinweist, ist rein spekulativ.
  • Der Gedanke wird keineswegs besser, wenn man einen Quotienten (a/p) bildet, denn das passive Vitamin D ändert sich praktisch nicht.
  • Aktives Vitamin D wird automatisch nach wenigen Stunden abgebaut, dann sinkt der „a/p-Quotient„, doch das ist eine unerhebliche Schwingung.

Umgang mit einem möglicherweise blockierten Rezeptor:

Der sinkende oder steigende „a/p-Quotient“ kann keine Aussage über den Vitamin-D-Rezeptor sein, weil es die Blutbahn und nicht den Zellkern betrifft.

Lebt man also in einer Stadt, in der die Mehrzahl aller Kaffee-Automaten das Geld nimmt, ohne Kaffee zu spenden, gibt es eine leichte Korrektur: Man nimmt mehr Geld („Vitamin D“) in die Hand.

Wenn man also befürchtet, dass ein große Zahl der eigenen Rezeptoren blockiert ist, dann kann man dies „kompetitiv“ mit einem verbesserten Vitamin-D-Spiegel überspielen. 

Das ist der Grund, warum EBV-Infektionen (und vermutlich auch LONG-COVID) über einen besonders guten Vitamin-D-Spiegel schneller zur Ausheilung gebracht werden können. Die Steuerung gelingt mit dem ® Vitamin-D-Simulator.de

Der Fallbericht dazu: Option gegen LONG-COVID? EBV-Virusinfekt gesund in 10 Tagen!

_________________________________________________________________________

Die oft zitierten Autoren: 

TB Marshall:

Die verfehlten Konzepte des TB Marshall in unserer Kritik: 

„Vitamin D schadet bei Autoimmunkrankheiten“ (Die unbegründete Hypothese von Trevor Marshall)

 

J. Aschoff:

ZITAT J. Aschoff:

ANFANG: (Layout bearbeitet)

Folie 28

  • „20 Patienten wurde der intrazellulär wirksame 1,25OH D3 Wert bestimmt (gefrorenes Material!!!!!) und in Relation zu der im Blut zirkulierenden Vorstufe 25 OH D3 gesetzt.
  • Nach Marshall ist ein Quotient über 1,3 ein deutlicher Hinweis auf die D-Rezeptorblockade
  • 20 Patienten wurden nach 3 Monaten erneut gemessen.
  • Quotient zwischen 1,25-OH-D3 (ng/Liter) und 25-OH-D3 (ng/ml) vor Therapie 2,6 nach Therapie 1,6 (einige Patienten erreichten einen Wert von unter 1,3 in 3 Monaten)
  • Parallel gingen autoimmune Beschwerden zurück.
  • Manchmal kam es zu Reaktionen an Organen, die nicht auskurierte Entzündungen hatten und zu Fieber.“

Folie 26

  • Beispiel für Therapie eines Autoimmunpatienten (Rheuma) 
  • Tuberkulinum C 30 3 Globuli alle 2 Wochen, 6 x
  • Medorrhinum C 100 3Globuli dito
  • Scarlatinum C200 3 Globuli dito
  • Autimreg, Gutreg, Intestreg, Polyarthreg, Virusreg, EBVreg, CMV Reg, Chlamydiareg, Bakterioreg, je 2-3 Kps je Woche,
  • Parvovirus C 30 Globuli 3x je Woche 3 Globuli

ZITAT ENDE.

Quelle: 
https://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2015/10/Referat-bei-Ralf-Kollinger-von-Dr.-Jürgen-Aschoff-aus-Wuppertal-im-Frankfurter-Consilium-am21.10.-2015.pdf

Kritik:

  • Die Marshall -Hypothese wird von Aschoff nicht geprüft. Sie ist nach Auffassung unerer Redaktion irreführend.
  • Der veränderte Quotient „nach Monaten“ suggeriert eine Entwicklung. Tatsächlich ändert der Quotient sich stündlich. Es ist ein Zufallsbefund.
  • Der Rückgang der „automimmunen Beschwerden“ sollten durch einen objektiven Parameter dargestellt werden. 
  • Die Therapie ist ein wahres Feuerwerk verschiedenster Mittel.
  • Die konstatierten „Reaktionen an Organen“ sind als Hinweis auf unerwünschte Effekte zu deuten.
  • Der Eindruck entsteht, dass die Schlüsselworte der Vitamin-D-Forschung gekapert wurden, um eine altbekannte Polypragmasie aufzufrischen.
  • Ein klares Konzept von Diagnose und Beeinflussung ist nicht erkennbar.
  • Die Vitamin-D-Therapie ist hingegen klar strukturiert.
  • Der ® Vitamin-D-Simulator erlaubt eine unproblematische Selbststeuerung.

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