Soll ich Magnesiumcitrat zum Vitamin D nehmen?

Die Antwort

 Fragen und Antworten zum Magnesiumcitrat

Wozu Magnesiumcitrat?

  • Die orale Anwendung als Magnesiumcitrat unterstützt das Vitamin-D-System.
  • In der Kopplung mit Citrat hat man praktisch gleich zwei nützliche Stoffe.
  • Magnesium ist als Katalysator bei der Energieerzeugung in den Mitochondrien unverzichtbar.

Was ist Citrat?

  • Citrat ist das Salz der Zitronensäure. Es schützt durch eine mehrstufige Pufferlösung den Körper vor Säure. „Pufferung“ bedeutet, dass Citrat in der Lage ist, Säure aufzunehmen und auch wieder abzugeben.
  • Das Citrat-Molekül ist wie ein Parkplatz für Säure mit drei „Einstellmöglichkeiten“ für Säure.
  • So entsorgt das Citrat auf dem natürlichen „Zitronensäure-Zyklus“ für eine Entsorgung der gefangenen Säure über die Atmungskette. Die Nieren werden entlastet.
  • Das MgCitrat ist daher die Klappe mit der man „zwei Fliegen gleichzeitig erwischt“: fehlendes Magnesium wird zugeführt, Citrat wirkt entsäuernd.

Wie ist die Dosierung von Magnesiumcitrat?

  • Ratsam ist die Einnahme von Kapseln zu 100 mg Magnesium 3 x täglich vor dem Essen, was 640 mg MgCitrat entspricht.
  • Die Einnahme kann ausfallen, wenn die Nahrung „grün“ ist, also bei Obst und Gemüse als Hauptanteil auf dem Teller, was nur selten der Fall ist.
  • Dann ist die Zufuhr von Magnesium meist gewährleistet.

Wie erfolgt die Umrechnung von Magnesiumcitrat in reines Magnesium?

  • Der Umrechnungsfaktor ist je nach Wassergehalt im Pulver unterschiedlich. Als Faustformel merke man sich den „Faktor 6,666“ 
  • Für die Aufnahme von 100 mg reinem Magnesium benötigt man daher 666 mg Magnesiumcitrat.
  • 1 Gramm MgCitrat-Pulver 3 x am Tag genommen sind 3000 mg – geteilt durch 6,66 sind es 450 mg reines Magnesium.
  • Doch nicht alles wird in den Körper aufgenommen, das ist ein generelles Problem beim Magnesium. Viele haben hier Probleme.

Wer braucht Magnesiumcitrat?

  • Besteht das Frühstück aus Brötchen, Marmelade und Kaffee, ist die Einnahme schon nötig. Bei Mehlprodukten wie Brot oder Nudeln, droht eine Magnesium-Verarmung. Das MagnesiumCitrat schmeckt richtig gut, wenn 1 Gramm in 500 ml Wasser „Weizenglas“ geschüttet wird. Im Wasser löst es sich sofort auf und ergibt ein kalorienfreies Erfrischungsgetränk. Fast alle industriell produzierten Getränke enthalten das gute Citrat, wie man auf dem Klebezettel der Getränke lesen kann: „Citrate“. Magnesium ist in Fruchtsäften und auch im Bier enthalten.
  • Käse ist mit seinem hohen Calcium-Anteil störend für das richtige 1:1 Verhältnis von Magnesium zu Calcium. Hier wird die Balance mit etwa 100 mg Magnesium wieder hergestellt.
  • Auch ein Mittagessen mit Schnitzel und Pommes Frites wird durch ein Salatblatt als Verzierung nicht Magnesium-haltig. Verzichten kann man auf die Zufuhr von zusätzlichem Magnesium, wenn der Teller jedesmal von grünem Gemüse bedeckt ist. Dann kann man selbst „sehen“, dass genug Magnesium im Essen ist, denn das grüne Chlorophyll hat als Zentral-Atom immer ein Magnesium-Ion. Nur dann kann die erhöhte Magnesium-Zufuhr entfallen.
  • Mg-Citrat ist sinnvoll, schon als chemischer Citrat-Puffer gegen die Übersäuerung nach dem Essen.

Wie dosiert man Magnesiumcitrat?

  • So wie man dem Essen nach Geschmack Kochsalz hinzufügt, kann man auch ein Gefühl dafür entwickeln, wie die richtige Prise von MgCitrat dem Trinkwasser einen angenehmen Zitronen-Geschmack verleiht. Das MgCitrat ist auch für alle verträglich, die sonst kein Obst mehr essen können, weil sie allergisch sind.
  • Citrat ist ein Stoff, der in allen Zellen des Körpers vorkommt, denn es ist die Kernsubstanz des „Citrat-Zyklus“ der Biochemie: da gibt es keine Allergien! Wer auf Zitrusfrüchte oder Obst allergisch reagiert, der hat Antikörper gegen die komplexen Strukturen der Frucht. Citrat hingegen ist dafür viel zu klein.
  • „Softdrinks“ enthalten zusätzlich entweder Zucker oder schädliche Süßstoffe. Wer nach dem Sport seine eigene Mischung aus MgCitrat trinkt, erspart sich diese unnötigen Zusätze und hilft seinem Körper trotzdem ganz wesentlich bei der Erholung. Als Daumenregel für die tägliche Einnahme gilt die Menge von „1 Gramm auf 30 kg“ Körpergewicht: Fehlt Magnesium auf dem Teller, nehmen normalgewichtige Frauen (60 kg) 2×1 g, Männer (90 kg) 3×1 g. Wer viel schwitzt verliert zusätzlich Magnesium und kann die Menge in diesem Zusammenhang kurzfristig verdoppeln: 2×2 = 4 bis zu 3×2 = 6 g täglich.
  • Die Reichweite einer 500-g-Dose bei 2 x 1 g täglich beträgt daher 250 Tage. So kann man mit Einsatz einiger Euros sagenhafte 250 Liter unschädliches Erfrischungsgetränk selbst herstellen und erspart sich zusätzlich den Transport der Getränkekisten. Das Trinkwasser sollte von bester Qualität sein, hier ist über eine Wasserfilterung nachzudenken.

Magnesiumcitrat als Kapsel oder Pulver?

  • Kapseln sind zu empfehlen, wenn jemand den Zitronen-Geschmack nicht mag.
  • Das dürfte aber selten sein, denn praktisch alle Softdrinks sind mit Citrat veredelt. Citrat ist Sprichwörtlich für „Limon“-ade.
  • Das Pulver hat den Vorteil, dass es Leitungswasser schmackhaft macht.
  • Zudem ist es ein Getränk, das ohne Zucker auskommt und vor den Essen ideal als Blockade des Magenvolumens dienen kann.

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